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Mit dem zunehmenden Übergang zu IP-basierten Workflows in Rundfunk- und Medieninfrastrukturen sind präzises Timing und zuverlässiges Failover wichtiger denn je geworden. Eine häufige Herausforderung in Hybrid- und IP-Umgebungen besteht darin, sicherzustellen, dass alle Zeitreferenzen während eines Failover-Ereignisses synchron bleiben. Mit der Einführung des synchronisierten Betriebs für Failover kann diese Herausforderung nun effektiv bewältigt werden. 

Die Herausforderung: Referenzkonflikt während des Failovers 

In vielen Systemen wird das Precision Time Protocol (PTP) als primäre Zeitreferenz verwendet, während Black Burst (BB), Tri-Level Sync (TLS) und digitale Audio-Referenzen von separaten Geräten oder SPGs generiert werden. Während eines Failovers ist es möglich, dass PTP zu einem neuen Grandmaster wechselt, während BB-, TLS- und Audio-Referenzen weiterhin von einem anderen SPG stammen. 

Dieser als Referenzfehlanpassung bezeichnete Zustand kann zu subtilen, aber schwerwiegenden Problemen führen, darunter zeitliche Instabilität, Verlust der Synchronisation und verminderte Systemleistung. In Live-Übertragungsumgebungen können selbst kurze Unstimmigkeiten sichtbare oder hörbare Folgen haben. 

Einführung des synchronisierten Betriebs für Failover 

MitLT4670 Leaderwird nun der synchronisierte Betrieb für Failover, „SyncAlign“, unterstützt, wenn es zusammen mitLT4448 verwendet wird. SyncAlign stellt sicher, dass alle Zeitreferenzen gemeinsam umgeschaltet werden, wodurch die vollständige Systemausrichtung während Failover-Ereignissen aufrechterhalten wird. 

Der synchronisierte Betrieb koppelt das Verhalten der PTP-Referenz eng mit BB-, TLS- und Digital-Audio-Referenzen. Anstatt zuzulassen, dass sich jede Referenzdomäne unabhängig voneinander ändert, führt das System nun eine vollständig koordinierte Umschaltung auf Basis der PTP-Priorität durch. 

So funktioniert es 

Der Schlüssel zu dieser Funktion ist das neue Kabel LC2187, das den Leader den Follower direkt miteinander verbindet. LT4670 -Einheiten mit dem LT4448. Diese physische Verbindung ermöglicht eine Echtzeit-Koordination zwischen den Geräten und stellt sicher, dass bei Änderungen der PTP-Priorität: 

  • Der aktive PTP-Referenzschalter schaltet wie erwartet. 
  • BB-, TLS- und digitale Audio-Referenzen werden gleichzeitig übertragen. 
  • Alle Referenzen stammen nach der Umstellung aus derselben SPG. 

Das Ergebnis ist ein sauberes, deterministisches Failover ohne Möglichkeit einer Referenzabweichung. 

Vorteile für Rundfunk- und Medieneinrichtungen 

SyncAlign für Failover bietet mehrere wichtige Vorteile: 

  • Beseitigung von Referenzabweichungen
    Alle Zeitbereiche bleiben stets mit derselben Quelle synchronisiert. 
  • Verbesserte Systemzuverlässigkeit
    Koordiniertes Failover reduziert das Risiko von zeitbedingten Fehlern bei kritischen Ereignissen. 
  • Vereinfachtes Systemdesign
    Ingenieure müssen keine komplexen Workarounds mehr implementieren, um das Umschalten von Referenzen zu verwalten. 
  • Vertrauen in Live-Betrieb
    Nahtlose Übergänge tragen zum Schutz der ausgestrahlten Inhalte und zur Aufrechterhaltung der Signalintegrität bei. 

Ein Fortschritt in Sachen Zeitstabilität 

Da Einrichtungen zunehmend auf PTP-basierte Architekturen setzen, ist es unerlässlich, ein einheitliches Verhalten über alle Referenztypen hinweg sicherzustellen. SyncAlign stellt einen bedeutenden Fortschritt dar und bietet eine robuste und elegante Lösung für eine seit langem bestehende Synchronisationsherausforderung. 

Durch die Kombination des LT4670und LT4448und dem LC2187-Kabel können Ingenieure nun eine vollständig abgestimmte, prioritätsgesteuerte Ausfallsicherung ohne Kompromisse erreichen.